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Julianenhof und sein Eiskeller |
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Das zum Naturpark Märkische
Schweiz gehörende Dörfchen Julianenhof hatte einst einen
stattlichen Eiskeller am Rande eines großen Gutskomplexes. Das
Gut, von 1954 bis 1990 von der landwirtschaftlichen Genossenschaft
Reichenberg als Kuhstall und Fersenquarantänestall genutzt,
verfiel zusehends als die Bewirtschaftung aufgeben werden mußte.
Doch nun wird das 150Jahre alte Gemäuer mit neuem Leben erfüllt.
Der in landschaftstypischer Feldstein-Ziegel-Bauweise errichtete
Stallkomplex und die Eiskellerruine wurden 1998 vom NABU
Regionalverband "Strausberg Märkische Schweiz"e.V.
erworben. Im Sommer 2000 konnte dieser bautechnisch interessante
Eiskeller rekonstruiert werden. Er ist mit einer Raumhöhe von
über 5,00m und einer Grundfläche von nahezu 40m² einer
der größten in Brandenburg. Sein Volumen ermöglichte
einst das Einlagern von ca.120m³ Eis, welches sich dank der
1,85m starken, mit Luftkammern versehenen Außenmauern bis zu
zwei Jahre halten konnte. Durch die Sanierung wurden auch die
mikroklimatischen Bedingungen für überwinternde Fledermäuse
verbessert, so daß der Eiskeller als Fledermaus-Winterquartier
an Bedeutung gewinnen wird.

Mit der Sanierung des Eiskellers wird
gleichzeitig ein Stück Kulturgeschichte bewahrt. Eine
Ausstellung im Eiskeller, die nur zur Zeit des Winterquartiers der
Fledermäuse ihre Pforten schließt, informiert ausführlich
über jene Zeiten, als Natureis noch Luxus und der
Kühlschrank noch unbekannt waren.
Das Vorhaben wurde gefördert vom Ministerium für
Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung und tatkräftig
unterstützt von der Naturparkverwaltung Märkische Schweiz
und der Arbeitsfördergesellschaft Märkische Schweiz.
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Letzte Aktualisierung ( Montag, 05 Juni 2006 )
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