|
Seite 2 von 2
Informationen zur Ausstellung: Über
Jahrhunderte hindurch dienten Eiskeller zur Aufbewahrung von
Natureis, um damit in der warmen Jahreszeit Milch, Butter, Fleisch,
Fisch u.a. zu kühlen.
Im Park eines früheren Schlosses
oder alten Gutshauses gab es fast immer einen solchen Eiskeller. Für
kulinarische Köstlichkeiten, wie geftorene Früchte,
gekühlte Fruchsäfte, zum Servieren von kühlem Wein und
Bier brauchte man Eis. Darüber hinaus war die kühlende
Wirkung von Eis in der Medizin gefragt. In dieses interessante
Kapitel Technik -und Kulturgeschichte gibt die Ausstellung auf
zahlreichen Tafeln einen Einblick. Dabei geht es um die Bauweise von
Eiskellern, um Bau- und Isoliermaterialien und um die einst
schmuckvollen Aufbauten der Eiskeller, die zur Gartenarchitektur
vieler Parkanlagen gehörten. Anschaulich wird die körperlich
schwere Arbeit der
Eisgewinnung und -einlagerung sowie die
Vielfalt der dafür benötigten Arbeitswerkzeuge und
Transportmittel dargestellt: Eissägen, Eishobel, Eisbeile,
Eisbohrer, Eismeißel, Eiszangen und Eisschlitten.
Die Ausstellung zeigt den langen Weg
der Entwicklung der Kühltechnik, - vom Natureis als Luxus in
Küchen und Speisezimmern der Schlösser und Güter bis
hin zum alltäglichen Gebrauch von technisch hergestellten
Eisblöcken und der modemen Kühltechnik, die heute in keinem
Haushalt mehr fehlt. Mit dem Haushaltseisschrank, der
Speiseeismaschine und der eisgekühlten Butterdose wird auf
Kühlmöbel und-geräte verwiesen, die an der Wende zum
20. Jahrhundert allgegenwärtig waren.
An der Kulturlandschaft Brandenburgs
interessierte Besucher finden in der Ausstellung Wissenswertes über
ein bisher kaum behandeltes Thema, ebenso viele Anregungen und
Informationen, wo im Lande noch Eiskeller oder deren Reste vorhanden
sind.
|