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Rauhhautfledermaus
(Pipistrellus nathusii)
Größe:
Klein. UA 32-37 mm. Gewicht 6-15,5 g.
Vorkommen:
Europa, außer auf der iberischen Halbinsel. In England und
Skandinavien nur lokal.
Winterquartiere:
Baumhöhlen, Felsspalten, Mauerrisse, Brennholzstapel,
Fensterlaibungen, Außenwand-Heizlüfter (in Großstädten
wie Berlin). Bei uns meist einzeln sitzend. Winterschlaf Nov. bis
März.
Sommerquartiere:
Baumhöhlen, Stammaufrisse, Jagdkanzeln, Flachkästen, im
Osten auch an Gebäuden.
Lebensweise:
Waldfledermaus. Wochenstuben umfassen 50-200 Weibchen. Geburt 2.
Junihälfte. 2 Junge. Jagen innerhalb von Wäldern
(Schneisen, Wege), auch an deren Rändern und über Wasser.
Wanderungen:
Fernwanderer ab Aug./Sept. Richtung Südwest bis Italien,
Frankreich, maximale Entfernung 1905 km, Rückkehr im März/April.
Schutzstatus:
Steht unter Naturschutz. RL BRD G; RL Brdbg 3.
Braunes
Langohr (Plecotus auritus)
Größe:
Mittelgroß. UA (35)37-42 mm. Gewicht 4,5-11,5 g. Ohrmuschel
31-41(43) mm lang (Art mit den längsten Ohren – s. auch Graues
Langohr).
Vorkommen:
Ganz Europa, außer der Nordhälfte von Skandinavien; nur
lokal in Mittelmeerländern.
Winterquartiere:
Untertägig in Höhlen, Stollen, Bunkern, Kellern, Brunnen
usw., sowohl in feuchten als auch in trockenen Räumen. Kaum
Cluster bildend. Winterschlaf von Okt./Nov. bis E März/A April.
Sommerquartiere:
Baumhöhlen, Vogel- und Fledermauskästen, Dachböden,
Spalten, Holzverkleidungen u. a. a. Orten.
Lebensweise:
Wald- und Hausfledermaus. Wochenstuben aus 10-50 (maximal 100)
Weibchen bildend. Geburt ab Mitte Juni. 1 Junges. Jagen gaukelnd und
rüttelnd um wie in Buschwerk, auch Baumkronen, lesen Beutetiere
von Unterlagen ab. Verzehr an Fraßplätzen, wo sich Flügel
(vor allem von Nachtschmetterlingen) anhäufen.
Wanderungen:
Extrem standortgebunden. Saisonale Ortswechsel meist unter 20 km,
maximal in Estland 66 km.
Schutzstatus:
Steht unter Naturschutz. RL BRD 2; RL Brdbg 2.
Graues
Langohr (Plecotus austriacus)
Größe:
Mittelgroß. UA (35)37-44,5 mm. Gewicht 5-13 g. Ohrmuschel 31-41
mm lang (Art mit den längsten Ohren – s. auch Braunes
Langohr).
Vorkommen:
Mittel- und Süd- bzw. Südosteuropa. Nordgrenze verläuft
auch durch Brandenburg.
Winterquartiere:
Untertägig in Höhlen, Stollen, Bunkern, Kellern usw., vor
allem in trockenen, gern auch in kalten Unterkünften. Kaum
Cluster bildend. Winterschlaf von Okt. bis März/April.
Sommerquartiere:
Fast nur in Gebäuden, Balkenkehlen, auch völlig freie
Hanggplätze.
Lebensweise:
Hausfledermaus. Wochenstuben umfassen 10-30, selten bis 100 Weibchen.
Geburt M/E Juni. 1 Junges. Jagen ähnlich wie P. auritus,
auch um Straßenlaternen.
Wanderungen:
Extrem standortgebunden. Saisonale Ortswechsel meist unter 20 km,
maximale Strecke 62 km.
Schutzstatus:
Steht unter Naturschutz. RL BRD 2; RL Brdbg 2.
Mopsfledermaus
(Barbastella barbastellus)
Größe:
Mittelgroß. UA (36,5-43,5 mm. Gewicht 6-14 g
Vorkommen:
Fast ganz Europa ohne Irland, Nordengland, Skandinavien (außer
Südteil) und einigen Anrainerstaaten des Mittelmeerraumes.
Winterquartiere:
Untertägig in Höhlen, Stollen, Kellern, gern in Bunkern.
Verweilt lange in Zwischenquartieren. Präferiert trockene und
kalte Unterkünfte. Oft in Eingangsnähe. Wenn häufiger,
dann Cluster bildend. Winterschlaf von Okt./Nov. bis März/April.
Sommerquartiere:
Gebäudespalten, hinter Fensterläden, in Baumhöhlen,
Stammaufrissen, sogar hinter abgehobener Rinde.
Lebensweise:
Baum- und Hausfledermaus. Wochenstuben, die sich oft auf mehrere
Quartiere verteilen, bestehen aus 10-20, selten mehr Weibchen. Geburt
ab M. Juni. 1-2 Junge. Jagen gern an Waldrändern, in Gärten.
Wanderungen:
Eher standortgebunden; saisonbedingt nur wenige über 15 km
hinausreichende Distanzen belegt, maximal 290 km.
Schutzstatus:
Höchste Prioritätsstufe als FFH-Anhang-II-Art! RL
BRD 1; RL Brdbg 1.
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